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Gesetzliche Grundlagen für gewaltfreie Erziehung

  • Gesetzliche Grundlagen für eine gewaltfreie Erziehung

    Konzepte, die konkret aufzeigen, wie Kinder vor Gefahren für ihr Wohl geschützt werden, sind verpflichtender Bestandteil jeder Einrichtungskonzeption.

    Es gilt die Pflicht für eine absolut gewaltfreie Erziehung § 1631 Abs. 2 BGB. „Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig“, heißt es weiter.

  • § 1 Abs. 3 regelt, dass Jugendhilfe Kinder vor Gefahren für ihr Wohl schützen soll.
    § 8a SGB VIII sieht den Schutzauftrag bei Kindeswohl vor.
     

  • Träger von Kindertageseinrichtungen benötigen nach § 45 SGB VIII eine Betriebserlaubnis, die eng daran gekoppelt ist, ob das Wohl der Kinder in der Einrichtung gewährleistet ist.

    Mit Einführung des Kinder- und Jugendstärkungsgesetz KJSG im Juni 2022 sind Neuerungen eingeführt worden, die die Anforderungen für die Erteilung einer Betriebserlaubnis für Kindertageseinrichtungen erhöhen und eng mit dem „Kinderschutz“ verbinden.

    Die Bedeutung des Kinderschutzes wird in Zukunft daher nochmals eine größere Rolle spielen. Die Befugnisse der Aufsichtsbehörden werden gestärkt, zugleich wird die Verantwortlichkeit der Träger verdeutlicht.

  • Der Kinderschutz wird im Rückgriff auf das SGB VIII auch in Art. 9b BayKibiG - Bayerisches Kinderbildungs- und betreuungsgesetz. 

    Demnach haben Träger sicher zu stellen, dass
    - deren Fachkräfte bei Bekanntwerden gewichtiger Anhaltspunkte für die Gefährdung eines von ihnen betreuten Kindes oder Jugendlichen eine Gefährdungseinschätzung vornehmen,

    - bei der Gefährdungseinschätzung eine insoweit erfahrene Fachkraft beratend hinzugezogen wird,

    - die Eltern sowie das Kind oder der Jugendliche in die Gefährdungseinschätzung einbezogen werden, soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird,

    - insbesondere Träger dafür Sorge zu tragen haben, dass die Fachkräfte bei den Eltern auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die Gefährdung nicht anders abgewendet werden kann.

     

    • UN Kinderrechtskonvention
  • Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen (United Nations Convention on the Rights of the Child) legt fest, dass bei allen Maßnahmen, die junge Menschen betreffen, das Kindeswohl vorrangig zu berücksichtigen ist.

    Das Kindeswohl ist es, das die Basis für die Forderung nach eine Gleichbehandlung der Kinder unabhängig von beispielsweise nationaler und sozialer Herkunft bildet.

    UN Kinderrechtskonvention 

     

  • Schätzungsweise 650 Millionen Menschen leben weltweit mit einer Behinderung. Nur in etwa 45 Staaten gibt es Vorschriften, die ihre Rechte besonders schützen.

    Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) entwickelte daher die UN Behindertenrechtskonvention