Zukunftsmodell Quereinstieg in Kitas: Menschen mit speziellen Berufsabschlüssen für die Arbeit in Kitas begeistern

Zukunftsmodell Quereinstieg in Kitas: Menschen mit speziellen Berufsabschlüssen für die Arbeit in Kitas begeistern

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. hat am 27. April 2019 in München die 15monatige Weiterbildung für Quereinsteiger: „Fachkraft mit besonderer Qualifikation in Kindertageseinrichtungen“ mit der Übergabe der Zertifikate und anschließendem Empfang abgeschlossen. Prälat Bernhard Piendl, Landes-Caritasdirektor und Vorsitzender des Verbandes, Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch und Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber würdigten die 16 Absolvierenden im Rahmen einer Feierstunde. „Multiprofessionelle Teams sind aus Sicht des Verbandes ein unbedingt weiter zu verfolgendes Zukunftsmodell. Nachhaltig und mit der erforderlichen Qualität kann dies nur implementiert werden, wenn es staatlicherseits weiterhin unterstützt und gefördert wird“, betonte Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch.

„Das Modellprojekt trifft bundesweit auf großes Interesse“, so Landes-Caritasdirektor Prälat Bernhard Piendl. Für den Verband sei es von großer Bedeutung, mutig neue Wege bei der Gewinnung von Fachkräften zu gehen. Wichtig sei dabei, dass die gegen den Fachkräftemangel zu ergreifenden Maßnahmen unbeirrt ein hohes pädagogisches Niveau sichern. „Die Absolventinnen und Absolventen bringen mit ihrer Vorbildung etwas Besonderes in ihre neue Tätigkeit in Kindertageseinrichtungen ein“, so Piendl.

Von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales würdigte Ministerialdirektor Dr. Markus Gruber die Absolventinnen und Absolventen und  überreichte ihnen die Zertifikate. „Bayern hat in Bezug auf die Entwicklung von multiprofessionellen Teams eine Vorreiterrolle eingenommen“, so Gruber. Gruber verwies bei seinem Grußwort mit Blick auf die Unterstützung der Qualitätsentwicklung in bayerischen  Kindertageseinrichtungen auf das vom Sozialministerium geplante „Bündnis für frühkindliche Bildung“. Zentrale Punkte seien die Einführung eines Leitungs- und Qualitätsbonus, verbesserte Rahmenbedingungen für Kitas, ein erleichterter Zugang in das Arbeitsfeld Kita für Quereinsteiger sowie eine attraktivere Gestaltung der Ausbildung.

Das bayernweite Projekt wurde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert. Unter den in der Weiterbildung vertretenen Berufen waren u.a. Dipl.-Kirchenmusiker, Holztechniker, Staatlich geprüfte Übersetzerinnen (B.A.), Ergotherapeutinnen und Fachlehrerinnen. Von Seiten der katholischen Kirche haben sich Kitaträger aus den Erzbistümern München und Freising und Bamberg sowie dem Bistum Augsburg beteiligt. Hel/AGF

Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer würdigte die Weiterbildung zur "Fachkraft mit besonderer Qualifikation in Kitas":

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist es wichtig, mehr Menschen für die Arbeit in den Kitas zu begeistern. Mit dem Pilotprojekt zur „Fachkraft mit besonderer Qualifikation in Kindertageseinrichtungen“ ist es uns gelungen, Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger mit unterschiedlichen beruflichen Vorerfahrungen zu gewinnen und auf hohem Niveau zu qualifizieren. Davon profitieren beide Seiten. Die Absolventinnen und Absolventen erhalten eine sichere berufliche Perspektive. Gleichzeitig bereichern sie den pädagogischen Alltag in den Einrichtungen mit ihrer besonderen Fachlichkeit“, betont Bayerns Staatsministerin Kerstin Schreyer.

Mit Erhalt des Zertifikats ist eine Genehmigung als Fachkraft mit besonderer Qualifikation in einer bayerischen Kindertageseinrichtung mit dem jeweiligen Schwerpunkt möglich. Nach einer 5-jährigen Erfahrungszeit kann, mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde, die Genehmigung als pädagogische Fachkraft auf alle bayerischen Kindertageseinrichtungen, d.h. unabhängig vom Schwerpunkt, ausgeweitet werden.

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