Weltkindertag am 20. September 2021: Kinder und Familien in Armutslagen in den Blick nehmen

Kinder und Familien in Armutslagen in den Blick nehmen
Katholischer Kitaverband: Kitas finanziell besser ausstatten

München 19. September 2021 – Anlässlich des Weltkindertages am 20. September 2021 spricht sich der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. dafür aus, Kinder und Familien in Armutslagen verstärkt in den Blick zu nehmen. „Erschreckend hoch ist der Anteil der Kinder in Deutschland, die von Armut betroffen bzw. bedroht sind“, so Maria Magdalena Hellfritsch, Geschäftsführerin des Verbandes. Jedes fünfte Kind unter 18 Jahren sei einem Armutsrisiko ausgesetzt. Damit stehe die Bildungsgerechtigkeit auf dem Spiel. Bildungschancen der Kinder sind auch in Deutschland von ihrer sozialen, sozio-ökonomischen und kulturellen Herkunft abhängig, wie auch der Sechste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung ausweist.

„Flächendeckend kann der Armutsentwicklung über die Arbeit in Kindertageseinrichtungen entgegengewirkt werden“, betont Hellfritsch. In Deutschland besuchen über 90% der Kinder eine Kindertageseinrichtung. „Zu wünschen übrig lässt allerdings eine bedarfsgerechte Platz-, Personal- und Finanzausstattung“. Für eine auskömmliche Finanzierung reiche es nicht, zeitlich befristete Förderprogramme vorzuhalten, wie sie im Rahmen des Guten-Kita-Gesetzes aufgesetzt wurden.

Qualitätsvolle Maßnahmen können nur mit einer dauerhaften Finanzierung realisiert werden. „Erst dann wird es möglich sein, dass familienorientierte Angebote der Kitas zielführend an den tatsächlichen Bedarfen der Kinder und ihrer Familien im jeweiligen Sozialraum ausgerichtet werden können“, betont Hellfritsch. Alle Kinder hätten, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft, ein Recht auf eine qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung in der Familie sowie in Kindertageseinrichtungen. „Dies zustande zu bringen ist unsere gemeinsame Pflicht und nicht zuletzt ein wichtiger Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, so Hellfritsch. HEL/AGF