Verband katholischer Kitas begrüßt Gesamtstrategie Digitalisierung in Kitas

Verband katholischer Kitas begrüßt Gesamtstrategie Digitalisierung in Kitas
Finanzielle Förderung durch die bayerische Staatsregierung noch ungeklärt

München 03.09.2020 – Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern begrüßt die vom Bayerischen Sozialministerium angekündigte "umfassende Gesamtstrategie Digitalisierung in Kindertageseinrichtungen“, die der Ministerrat gestern beschlossen hat. „Mit diesem Beschluss ist ein wichtiges Signal gesetzt worden“, betont Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Mit dem Ausbau  der Digitalisierung in Kitas sei eine wichtige Forderung des Verbandes katholischer Kitas aufgegriffen worden. Hellfritsch spricht sich darüber hinaus dringend dafür aus, die Digitalisierung bei der bevorstehenden Novellierung des
Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) entsprechend zu integrieren.

Über die Willensbekundung hinaus müssten für die konkrete Umsetzung in den Kitas von Seiten der bayerischen Staatsregierung zeitnah entsprechende Fördermittel bereitgestellt werden. „Nur so kann für eine zeitgemäße IT-Grundausstattung für alle Kitas gesorgt werden“, so Hellfritsch. Auch braucht es zusätzliche Mittel für entsprechende Fortbildungen des Kitapersonals sowie der Fachberatungen. Der alleinige Einsatz von Mediencoaches aus dem bayerischen Modellversuch „Medienkompetenz in der Frühpädagogik“ greife zu kurz und reiche nicht für die Begleitung aller bayerischen Kindertageseinrichtungen aus.

Um die Digitalisierung weiter voranzubringen, habe der Verband beispielsweise eine Publikation herausgegeben, Vorträge organisiert sowie die Arbeitsgruppe „Digitale Bildung“ eingerichtet, in dem Caritasverbände aus allen Diözesen vertreten sind. Medien seien im Alltagsgeschehen in der Lebenswelt der Kinder präsent. Der pädagogische Schwerpunkt müsse auf die Möglichkeit gerichtet werden, die Medien für die kindlichen Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozesse bieten würden.

HEL/AGF