Verband katholischer Kindertageseinrichtungen gratuliert Amberger Kindertageseinrichtung

DigiMINTKids Amberg unter den Finalisten beim Deutschen Kita Preis – Hier wird Zukunft gemeinsam gestaltet!
Verband katholischer Kindertageseinrichtungen gratuliert der Amberger Kindertageseinrichtung

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayenr e.V. gratuliert der Kindertageseinrichtung „DigiMINTKids“ und seiner Leiterin Brigitte Netta, zu den zehn Finalisten in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres 2022“ des Deutschen Kita-Preises zu zählen – als einzige bayerische Kita. „Ihr Anliegen, Kita zu vernetzen und Zukunft gemeinsam zu gestalten, wird in Ihren vielfältigen Kooperation vorbildlich und beispielhaft vor Ort so umgesetzt, dass daraus letztlich ein Bildungsort für alle werden kann“, erklärt Geschäftsführerin Alexa Glawogger-Feucht. Insgesamt 1.193 Bewerbungen gingen für die beiden Kategorien „Kita des Jahres" und das „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" ein. Das Bündnis DigiMintKids Amberg wurde unter Coronabedingungen 2020 eröffnet – unter dem Leitgedanken, dass die Inhalte und Ansätze dieser Einrichtung auf ein Bündnis übertragen und somit möglichst vielen Kindern in Amberg zugänglich gemacht werden.

Zentrale Zielsetzung des Bündnisses ist die Realisierung chancengerechter Bildung durch ein breitgefächertes, praxisnahes Angebot an lebensnaher Begleitung. Kern des Bündnisses ist das Kinderhaus DigiMINTKids, das der Caritasverband für die Stadt Amberg und den Landkreis Amberg-Sulzbach e. V. im Juli 2020 als provisorische Einrichtung in Betrieb genommen hatte. Das breit aufgestellte Bündnis, bestehend aus zahlreichen Partnern aus verschiedenen Bereichen wie z.B. der OTH Amberg-Weiden, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Amberg sowie dem Netzwerk Haus der kleinen Forscher Amberg-Sulzbach, Bildungseinrichtungen, Kultur und  arbeitet mit vielen Ehrenamtlichen und Partnern zusammen. Unter dem Motto „Hier wird Zukunft gemeinsam gestaltet“ arbeiten die Akteure daran, allen Kindern gleichermaßen das Thema „MINT“ – Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – nahe zu bringen und sie dafür zu begeistern.

„Das geschieht ganz niedrigschwellig, alltagsintegriert und kindgerecht“, erklärt Brigitte Netta, Leiterin der Kindertageseinrichtung. Ausgehend von den Themen und individuellen Interessen der Kinder wird sich den Bereichen Digitale Bildung und MINT angenähert: Ob beim Bepflanzen und Pflegen der Hochbeete, beim gemeinsamen, generationsübergreifenden Forschen und Experimentieren oder beim Besuch in der örtlichen Hochschule, um sich zum Beispiel zum Thema Roboter zu informieren und einer „echten“ Professorin bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Die Idee ist, MINT- und Medienbildung bereits im vorschulischen Bereich zu implementieren, um Kinder sehr früh an Fragen von Naturwissenschaft und Technik heranzuführen und nicht bis zur Einschulung zu warten. Die räumliche Nähe und die direkte Verbindung zur OTH ist dabei ein wesentlicher Faktor für die naturwissenschaftliche Orientierung. Dieser Ansatz, Orte der frühkindlichen Bildung mit vielen verschiedenen externen Partnern zu bereichern, ist innovativ und wegweisend.

Die Jury des Deutschen Kita-Preises, bescheinigte dem Bündnis DigiMintKids Amberg, eine beachtliche Geschwindigkeit der Bündnis-Evolution. In weniger als zwei Jahren wurden schon viele relevante Partner aus dem gesamten Sozialraum und unterschiedliche Akteure aus der Fachwelt für die Idee des forschenden Lernens gewonnen. Auch konnte Strukturbildung, Aufbauarbeit und konzeptionelle Orientierung innovativ und zumeist digital implementiert werden. Fachliche Grenzen jenseits von sonst üblichen pädagogischen Inhalten werden im Sinne der Kinder hier vorbildlich überwunden. Gleichwohl stellte die Jury fest, dass dem Bündnis die kurze Entstehungsgeschichte noch an manchen Stellen anzumerken ist: Vieles ist noch „im Fluss”, Arbeits- und Steuerungsstrukturen sind noch nicht ausgereift, heißt es im Auswertungsbericht des Kita-Preises.

Glawogger-Feucht/Netta

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