Verbändedialog Inklusive Tagesbetreuung

Verbändedialog Inklusive Tagesbetreuung
Barrieren abbauen – Zugänge ermöglichen

Seit Verabschiedung der UN –Behindertenrechtskonvention ist Inklusion eine Rechtsnorm. Die katholischen Verbände engagieren sich vor dem Hintergrund ihres Auftrags, Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu inkludieren, das heißt gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist eine gute Zusammenarbeit aller an der Inklusion Beteiligten von entscheidender Bedeutung. Vor diesem Hintergrund initiierte der Landesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfe Bayern e.V. (LVkE) den Verbändedialog „Inklusive Tagesbetreuung“. Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. ist gemeinsam mit der LAG CBP (Landesarbeitsgemeinschaft Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie)/LAG Förderschulen und Expert_Innen Teil dieses Netzwerks.

Entstanden ist die Idee eines Verbändedialogs aus dem Fachforum Inklusive Tagesbetreuung des LVkE. Im Zuge dieser Idee kam man bereits 2017 zu einem Fachgespräch zum Thema "Schnittstellen in der inklusiven Tagesbetreuung" zusammen.

„Der Alltag von Kindern mit Förderbedarf ist längst noch nicht barrierefrei. Durch die Bündelung der Kompetenzen im interdisziplinären Austausch sollen Hürden eruiert und letztlich abgebaut werden. Es geht um die ehrliche Ermöglichung von Zugängen zu einer wohnortnahen Bildung für alle Kinder unabhängig von ihrem Förderbedarf“, erklärt Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. „Langfristig sollen auch Informationsstrukturen ab der Schwangerschaft und Hilfeleistungen vernetzt und besser bekannt gemacht werden. Damit soll das Recht aller Kinder auf gesellschaftliche Teilhabe und bestmöglicher Förderung ihrer Persönlichkeit verwirklicht werden“.

Die Ziele der interdisziplinären Kooperation im Verbändedialog sind u.a.:

  • Entwicklung von Kooperationskonzepten bei der Umsetzung der Inklusion
  • Nutzen von Synergien
  • Entwicklung von gemeinsamen Leitlinien für die Verbände und für die Praxis
  • Gemeinsame Interessensvertretung und Lobbyarbeit in der Sozialpolitik

Die Verbändevertreter planen darüber hinaus, gemeinsam mit Vertretern aus der Praxis (Kita, Frühförderung, HPT, SVE, Fachberatung) Informationsveranstaltungen, Fortbildungen und Tagungen für pädagogisches Personal aus dem frühpädagogischen und sonderpädagogischen Bereich. Der Ansatz „Kinder sind Kinder – egal ob mit oder ohne besonderen Förderbedarf - und sie haben alle ein Recht auf Teilhabe“ sei daher zentral.

Ein wesentliches Ziel ist auch, gemeinsam Positionierungen zum Thema Inklusion zu erstellen. Daher stehen in den Treffen auch grundsätzliche Fragestellungen auf dem Programm. Dabei ist die Erarbeitung eines gemeinsamen Verständnisses von Inklusion und die Verständigung auf eine gemeinsame Haltung, die im Alltag und in allen Handlungen zum Tragen kommt, unerlässlich. In diesem Zusammenhang ist stets das christliche Menschenbild als wichtige Grundlage eingebunden.

Maria Magdalena Hellfritsch/Alexa Glawogger-Feucht

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