Corona

Testpflicht in Kitas bis zum Ende Osterferien

In Kindertageseinrichtungen wird auch weiterhin regelmäßig und im bisherigen Umfang getestet. Dies gilt zunächst bis zum Ende der Osterferien. Für die Zeit nach den Osterferien wird der Ministerrat entscheiden. Bei Infektionsfällen in einer Gruppe besteht weiterhin ein verstärktes Testregime.

Weitere Informationen

468. Newsletter vom 29. März 2022
Allgemeine Informationen zur Kindertagesbetreuung

Informationen zum Coronavirus (SARS-CoV-2)
Künftige Schutzmaßnahmen in der Kindertagesbetreuung

Das neu gefasste Bundesinfektionsschutzgesetz erlaubt ab dem 3. April 2022 nur noch streng begrenzte Basisschutzmaßnahmen in bestimmten Bereichen.

Unverändertes Testkonzept

Der Bayerische Ministerrat hat heute entschieden, dass die Testnachweispflicht in der Kindertagesbetreuung für Kinder und Beschäftigte zunächst bis zum Ende der Osterferien unverändert fortbesteht.

Wir haben bereits mit dem 466. Newsletter darüber informiert, dass den Familien noch im März ein fünfter Berechtigungsschein ausgegeben werden soll, um die Fortsetzung der Testung im April zu ermöglichen. Mit dem Berechtigungsschein erhalten die Familien weitere 10 Tests. Sofern Sie diesen fünften Schein noch nicht ausgegeben haben, bitten wir darum, dies noch im März zu tun. Nur dann können die Familien den Schein noch innerhalb des Gültigkeitszeitraums bis zum 31. März 2022 einlösen. Es ist derzeit geplant, die Testnachweispflicht über das Ende der Osterferien hinaus zumindest bis Ende April 2022 zu verlängern. Über die weiteren Schritte werden wir Sie so bald wie möglich informieren. Insbesondere ist hierzu die Verlängerung des Vertrages mit dem Bayerischen Apothekerverband erforderlich. Wir bitten Sie dazu noch um etwas Geduld.

Bitte bedenken Sie: Schulkinder müssen während der Ferien in den Einrichtungen getestet werden. Melden Sie daher für Schulkinder und Beschäftigte bitte den Bedarf an Selbsttests für die Ferientestung wie gewohnt an die zuständigen Kreisverwaltungsbehörden.

Änderungen ab dem 3. April 2022

Die Maskenpflicht für Schulkinder entfällt ab dem 3. April 2022 im gesamten Bereich der Kindertagesbetreuung. Zum Eigenschutz wird aber empfohlen, die Masken weiterhin freiwillig zu tragen.

Für Beschäftigte gilt die Maskenpflicht nach den bundesrechtlichen Arbeitsschutzbestimmungen fort. In der Regel ist danach erforderlich, dass Beschäftigte in den Innenräumen mindestens eine medizinische Gesichtsmaske tragen, soweit und solange der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Diese Empfehlung ergibt sich auch weiterhin aus dem Rahmenhygieneplan sowie aus dem SARS-CoV-2 – Schutzstandard Kindertagesbetreuung der DGUV. Sofern die Träger von diesen Empfehlungen abweichen, haben sie eine individuelle Gefährdungsbeurteilung durchzuführen, in der sie die Abweichung nachvollziehbar begründen.

Aufgrund der bundesrechtlichen Vorgaben gilt der Rahmenhygieneplan ab dem 3. April 2022 nur noch als unverbindliche Empfehlung. Die Einrichtungen sind nach Bundesrecht – wie auch schon vor der Pandemie – verpflichtet, individuelle Hygienekonzepte zu erstellen. Der Rahmenhygieneplan kann dafür weiterhin als Orientierung herangezogen werden. Die Einrichtungen können also entscheiden, ob sie ihr Konzept nach den Vorgaben des Rahmenhygieneplans richten möchten oder ein eigenes Konzept entwickeln.

 

Katholischer Kita-Verband: Untragbare Gesamtsituation für Kitas

Katholischer Kita-Verband: Untragbare Gesamtsituation für Kitas
Staatliche Vorgaben belasten Kitas auf das Äußerste

München, 9. Februar 2022 – Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. weist auf die derzeit untragbare Gesamtsituation von Kindertageseinrichtungen hin. „Mit großer Leistungsbereitschaft und Engagement haben Träger und Kita-Teams bisher alle Zusatzbelastungen infolge der Corona-Situation geduldig bewerkstelligt“, so Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Zum Wohl der Kinder und ihrer Familien habe das pädagogische Personal bis an den Rand der Belastbarkeit gearbeitet und alles dafür getan, die Kitas offen zu halten.

Mit dem am 8. Februar 2022 wieder von einem Tag auf den anderen eingeführten sogenannten „intensivierten Testregime“ mit einer nochmals differenzierteren Vorgehensweise zum Testen von Kindern, wird nun endgültig die rote Linie überschritten. Dazu kommt, dass die Nöte des Personals weiterhin nicht in den Blick genommen werden. „Wenn zum Beispiel dreifach geimpftes Kita-Personal gruppenübergreifend arbeiten muss, ist es nicht verwunderlich, dass die Ansteckungs- und Quarantänezahlen in die Höhe schießen“, so Hellfritsch. Umgreifender Personalausfall sei die Folge. Schließungen von Gruppen häufen sich. Die verbliebenen Leitungen und Teams sind weitgehend mit Formalia zur Abwicklung der staatlichen Vorgaben beschäftigt. „Kinder und pädagogisches Personal leiden unter diesen unzumutbaren Bedingungen. Wir wünschen uns daher von staatlicher Seite Lösungen und nicht die Übertragung von Aufgaben der staatlichen Gesundheitsbehörden auf die Kitas“, so Hellfritsch.

In Bayern besuchen ca. 197.000 Kinder eine der rund 2.770 katholischen Kindertageseinrichtungen. Betreut werden sie von rund 33.000 pädagogischen Fach- und Ergänzungskräften. HEL/AGF