Tag zur Bekämpfung der Armut: Die Kleinsten nicht vergessen

Gerade benachteiligte Kinder müssten angemessen gefördert und unterstützt werden. Kinder könnten nur lernen, wenn sie Zugang zu materiellen, kulturellen und sozialen Ressourcen haben. Sie müssten eingebunden und befähigt werden. „Dies ist eine Herausforderung, die uns alle angeht“, so Franke. Größter Risikofaktor für das Wohlbefinden der Kinder sei gemäß der Unicef-Vergleichsstudie 2013 materielle Armut.

Die Kindertageseinrichtungen würden einen wichtigen Beitrag leisten, von Armut betroffene Kinder in einem gesunden Aufwachsen zu stärken. „Die Kitas sind ein Ort der Sicherheit“, so Franke. Oft wären betroffene Familien in einem täglichen Kampf ums Überleben eingebunden und könnten die Grundbedürfnisse der Kinder nicht erfüllen. „Das Fachpersonal in Kitas begleitet das Kind sensibel, gibt Struktur und bietet verlässliche Bezugspersonen“, so Franke weiter. Durch Herkunft bedingte Nachteile könnten so ausgeglichen werden. Außerdem begleiten und beraten sie auch deren Familien. Die Stärken des Kindes zu sehen, ist dabei eine wichtige Aufgabe. „Eine Kindertageseinrichtung soll Weltzugänge eröffnen und so einen Beitrag für eine Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft leisten“, resümiert Prälat Bernhard Piendl, Vorsitzender des Verbandes katholische Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. (AGF)