Stabilität und Planungssicherheit für Kitas und Kinder

Würzburg 28.10.2014 - Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. fordert unbürokratische finanzielle Sofortmaßnahmen für Kindertageseinrichtungen, die Flüchtlingskinder aufnehmen. Damit soll auch eine zusätzliche Fachkraft für die betroffenen Kindertageseinrichtungen finanziert werden, die nicht an die Buchungszeiten der Kinder gekoppelt ist. „Da sich bei Flüchtlingskindern die Situation schnell ändern kann, schafft eine zusätzliche Fachkraft Stabilität und Planungssicherheit für Kinder ebenso wie für Kitas“, so Franke, Geschäftsführerin des Verbandes, beim Besuch einer Kindertageseinrichtung in Würzburg. Außerdem sei Hilfe bei den administrativen Tätigkeiten nötig. „Dann ist mehr qualitative Zeit für die Arbeit mit den Kindern möglich“.

Die zusätzlichen Mittel müssten daher direkt bei den betroffenen Einrichtungen ankommen und nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilt werden. „Die Situation in Bayern ist sehr heterogen, was die Aufnahme von Flüchtlingskindern in Kindertageseinrichtungen betrifft“, so Franke. „In Kindertageseinrichtungen zu investieren ist eine Investition in die Zukunft. Kitas leisten einen wertvollen Beitrag für Flüchtlingskinder, da sie verlässliche Strukturen und Beziehungen sowie Zugang zu Bildung bieten“, erklärt Michael Deckert, Fachbereichsleiter Kindertageseinrichtungen vom Caritasverband Würzburg.

Eine Herausforderung sei, dass alle Kindertageseinrichtungen die zusätzlichen Kosten überwiegend selbst tragen müssten. Weitere Kosten entstünden für die Kindertageseinrichtungen, da sie beispielsweise Hilfe von Dolmetschern, Therapeuten und Trauma-Spezialisten bräuchten. Neben der Hilfe durch diese Fachleute ist auch finanzielle Unterstützung bei der Erstausstattung wie beispielsweise Hefte und Büchertaschen für Schulkinder nötig. Außerdem würden die Kitas von Hintergrundinformationen zu den Krisengebieten profitieren und Beratung und Fortbildung benötigen. Um voneinander zu profitieren müssten intern mehr Vernetzungsmöglichkeiten für Fachkräfte ins Leben gerufen werden. (AGF)