Sprach-Kitas nicht aus Mitteln des Kita-Qualitätsgesetzes finanzieren

Sprach-Kitas nicht aus Mitteln des Kita-Qualitätsgesetzes finanzieren
Katholischer Kitaverband will Entfristung und Ausbau aus Landesmitteln

München, 11. November 2022 – Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. spricht sich entschieden gegen neueste Pläne aus, Sprach-Kitas aus Mitteln des Kita-Qualitätsgesetzes zu fördern. „Für bayerische katholische Einrichtungen hat dies zur Folge, dass Mittel bei den anderen Qualitätsmaßnahmen wie dem Leitungs- und Verwaltungsbonus fehlen werden, der zuletzt sehr gut angenommen wurde“, so Geschäftsführerin Alexa Glawogger-Feucht. Es sei nicht akzeptabel, dass Fördermaßnahmen gegeneinander ausgespielt werden.

„Zum Wohle der Kindertageseinrichtungen wollen wir eine dauerhafte Förderung der Sprach-Kitas aus Landesmitteln per gesetzlicher Verankerung“, so Glawogger-Feucht. Ziel muss eine Entfristung der Mittel und ein weiterer Ausbau des Programms sein. Wissenschaftlich belegt ist die Steigerung der Qualität in der Kita. „Jede Kita sollte daher eine Sprach-Kraft haben“, so Glawogger-Feucht. Nötig ist außerdem eine Anschlussfinanzierung für die bisher geförderten Einrichtungen sowie anschlussfähige und zukunftsträchtige Konzepte zur Weiterentwicklung. Die Professionalisierung von Fachkräften in den Sprach-Kitas bedeutet daher eine langfristige Investition in das Feld der Kindertagesbetreuung.

In Bayern besuchen ca. 197.000 Kinder eine der rund 2.760 katholischen Kindertageseinrichtungen. Betreut werden sie von rund 33.000 pädagogischen Fach- und Ergänzungskräften. AGF