Sprach-Kitas erhalten, entfristen und weiter ausbauen

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. setzt sich für Sprach-Kitas ein. "Sprach-Kitas aufzugeben ist in verschiedener Hinsicht ein Fehler", so Geschäftsführerin Alexa Glawogger-Feucht. Sprach-Kitas sollten nicht nur erhalten, sondern auch ausgebaut werden. Eine höhere Qualität durch alltagsintegrierte sprachliche Bildung komme allen Kindern zugute und habe einen unterstützenden Einfluss auf die kindliche Sprachentwicklung. Nach Vorstellung des Verbandes könne der Ansatz aber nur nachhaltig und dauerhaft gewinnbringend sein, wenn die Förderung über befristete Mittel durch eine landesweite gesetzliche Förderung abgelöst werde.

Zum einen ist wissenschaftlich belegt, dass die professionellen Kompetenzen der Fachkräfte einen positiven  Einfluss auf die pädagogische Qualität in den jeweiligen Einrichtungen hatten. Die zusätzliche Sprach-Fachkraft führte in den Kitas oft Qualitätsrunden zur Qualifizierung des Teams durch und steigerte dadurch die pädagogische Qualität. Auch trug die Sprach-Fachkraft durch eine sprachanregende Unterstützung und qualitativ hochwertige Beratung des Kita-Teams dazu bei, dass neben der Steigerung der Qualität in der Kita positive Wirkungen in der häuslichen Anregungsqualität im sprachlichen und schriftsprachlichen Bereich erzielt wurden.

Zum anderen komme dazu, dass Sprach-Kita-Kräfte ihre erworbenen Kompetenzen auch in anderen Kindertageseinrichtungen einbringen können. Die Professionalisierung von Fachkräften in den Sprach-Kitas bedeutet daher eine langfristige Investition im Feld der Kindertagesbetreuung. Wertvoll sind die gesamten Erfahrungen durch das Bundesprogramm Sprach-Kita insbesondere auch für die zukünftige Politik und Steuerung im Bereich der institutionellen Kindertagesbetreuung.

Die Weitergabe professioneller Kompetenzen trage zur pädagogischen Prozessqualität bei. "Wünschenswert ist die Etablierung einer zusätzlichen Fachkraft in jeder Einrichtung", so Glawogger-Feucht.