Schrittweise Wiederaufnahme der Kindertagesbetreuung

Schrittweise Wiederaufnahme der Kindertagesbetreuung

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen setzt sich für die Konzeptionierung der schrittweisen Öffnung der Kindertageseinrichtungen ein. Dem Beschluss des gemeinsamen Rahmens der Familienministerkonferenz von Bund und Ländern, „in den kommenden Wochen und Monaten aus bildungs- und entwicklungspsychologischen Gründen“ den behutsamen und stufenweisen Wiedereinstieg in die Kindertagesbetreuung für alle Kinder zu ermöglichen, müsse nun eine konkrete Ausgestaltung folgen.

Vorangestellt sei, dass das derzeitige Betretungsverbot nicht nur für Kinder und ihre Familien, sondern auch für Träger und Beschäftigte in Kindertageseinrichtungen eine erhebliche Belastung darstellt. Katholische Kindertageseinrichtungen haben die vergangenen Wochen in überragender Weise die Notbetreuung und den eingeschränkten Kitabetrieb gemeistert. Dafür muss ihnen zunächst allergrößte Anerkennung und Dank ausgesprochen werden.

Bei der schrittweisen weiteren Öffnung über die Notbetreuung und erweiterte Notbetreuung hinaus, sollen nach Ansicht des Verbandes katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern neben den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts auch folgende Aspekte vorrangig in den Blick genommen werden:

  • Das Recht der Kinder auf Bildung, Schutz und angemessene Förderung.
  • Der Schutz der Mitarbeitenden, der Kinder und ihrer Familien.
  • Verhinderung der Verschärfung soziale Benachteiligungen.
  • Die Beachtung individueller Merkmale der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen, z. B. in Bezug auf die personelle und räumliche Ausstattung sowie der Einbezug regionaler Unterschiede.

Es ist besonders hervorzuheben, dass in der bisherigen Bewältigung der Corona-Krise die Bayerische Staatsregierung und das Sozialministeriums die Trägerverbände in die Entscheidungsprozesse eng eingebunden haben. Wir wünschen uns daher weiterhin einen engen und konstruktiven Dialog mit der staatlichen Seite bei der Umsetzung des Vier-Schritte Planes (Notbetreuung - erweiterte Notbetreuung - eingeschränkter Regelbetrieb - vollständiger Regelbetrieb) in Bayern. In diese Überlegungen gehört aus unserer Sicht insbesondere der Blick auf die Träger der Kindertageseinrichtungen. Diesen ist Rechtssicherheit während des Notbetriebs und eines eingeschränkten Regelbetriebes zu gewährleisten, so dass diese auch nach der Corona-Krise die Erziehung, Bildung und Betreuung wieder in vollem Umfang und Qualität vorhalten können.

Hinweis: Das Bayerische Sozialministerium ist im Rahmen der schrittweisen Öffnung der Kitas an praxiserprobten Vorschlägen interessiert. Wir sind Ihnen dankbar, wenn Sie uns aus Sicht der Träger bzw. Leitungen von katholischen Kindertageseinrichtungen Praxisbeispiele zur Verfügung stellen, die sich Ihrer Erfachrung nach bereits in der Notbetreuung bewährt haben bzw. die Sie sich als geeignet vorstellen können.