Qualitativer und quantitativer Ausbau der Kindertagesbetreuung

Quantitativer und qualitativer Ausbau der Kindertagesbetreuung
Nachfrage nach Kindertagesbetreuung anhaltend hoch

München 18.05.2017 – Die Nachfrage der Eltern in Bayern nach Kindertagesbetreuung ist anhaltend groß. Auch in Bayern besteht eine Lücke zwischen dem Bedarf der Familien an Kita-Plätzen und der Betreuungsquote. Für Kinder in allen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, Krippe, Kindergarten und Hort, werden Plätze benötigt. 2015 besuchten in Bayern 519.673 Kinder eine Kindertageseinrichtung, zum Stichtag 01.03.2016 waren es bereits 533.317 Kinder. Der Nachfrage entsprechen Träger in Bayern mit dem kontinuierlichen Ausbau von weiteren Plätzen. „Mit den Mitteln des vierten Investitionsprogramms Kinderbetreuungsfinanzierung des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend werden die Träger unterstützt, die Lücke zu schließen“, so Maria Magdalena Hellfritsch.

Der steigende Betreuungsbedarf zeigt sich auch in den katholischen Einrichtungen. 2015 wurden 181.048 Kinder betreut, 2016 waren es bereits 183.601. Insgesamt sind in der Kindertagesbetreuung zwei Trends zu verzeichnen: Zum einen steigt für alle Altersbereiche die Nachfrage an Ganztagesplätzen. Zum anderen sind besonders Plätze für Kinder ab dem ersten Lebensjahr nachgefragt.

Angesichts des quantitativen Ausbaus der Kindertagesbetreuung darf die qualitative Entwicklung nicht aus den Augen verloren werden. „Quantitativer und qualitativer Ausbau müssen hier Hand in Hand gehen“, fordert Maria Magdalena Hellfritsch, Geschäftsführerin des Verbandes katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern.

Eltern wünschen sich verbindliche Qualitätsstandards im Hinblick auf den Betreuungsschlüssel, die Ausbildung von pädagogischem Personal und eine gesunde Kita-Verpflegung. Die Pädagogik jedoch soll sich individuell an den Kindern und Familien orientieren (Quelle: Elternbefragung Factsheet). Um künftig die höhere Qualität sicher zu stellen, ist daher nicht nur eine dauerhafte Finanzierung von Plätzen vonnöten, sondern es müssen auch Mittel für die nachhaltige Qualitätsentwicklung fließen. „Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, muss das Bundesqualitätsentwicklungsgesetzt so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden“, so Maria Magdalena Hellfritsch. (AGF)