Qualitätsziele in Bayern

Bundesqualitätsentwicklungsgesetz und Qualitätsziele in Bayern

Der Verband nimmt im Rahmen seiner spitzenverbandlichen Vertretung regelmäßig an der vom StMAS eingerichteten Unterarbeitsgruppe der BayKiBiG-Kommission teil. Mit Blick auf die Eckpunkte des Bundes-Qualitätsentwicklungsgesetzes wurden Handlungsfelder für Bayern ermittelt.

Den Themen „Kontinuierliche fachliche Weiterentwicklung“, „Guter Fachkraft-Kind-Schlüssel, „Bedarfsgerechtes Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot“, insbesondere „Stärkung der Leitung“ soll besondere Beachtung zukommen.

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen favorisiert die Verwendung von Bundesmitteln für die Refinanzierung von Zeitkontingenten und Weiterqualifizierungen für Leitungsaufgaben, für zusätzliche qualitative Steuerung im System, für die Unterstützung von Maßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften und eine generelle finanzielle Entlastung der Träger von Kindertageseinrichtungen, die Studierende in der Erzieherausbildung anstellen.

Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) hat am 19. Mai 2017 in Quedlinburg Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch begrüßt den Beschluss: „Die Eckpunkte sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einem Bundesqualitätsgesetz, das die dringend notwendige Umsetzung  von Qualitätszielen in der Kindertagesbetreuung finanziell sichert“. Zu den Qualitätszielen zählen unter anderem starke Kitaleitungen, mehr Fachkräfte und eine weiter entwickelte Kindertagespflege. 

Das Qualitätsentwicklungsgesetz soll die unterschiedlichen Stärken und Entwicklungsbedarfe der Länder berücksichtigen. Jedes Bundesland könnte dann aus einer ganzen Palette von Qualitätsmaßnahmen die für sich geeigneten auswählen, die mit Bundesmitteln finanziert werden. Die Bundesmittel müssten zusätzlich zu Landesmitteln eingesetzt werden.

Eine Verabschiedung des Gesetzes ist in der neuen Legislaturperiode geplant. Rückwirkend zum 1. Januar 2018 sollen 1 Milliarde Euro Bundesmittel zur Verfügung gestellt werden. Jährlich würden sich die Mittel dann um jeweils 1 Milliarde erhöhen. Ab 2022 würde der Bund dauerhaft 5 Milliarden Euro pro Jahr für die Umsetzung  von Qualitätszielen in der Kindertagesbetreuung zur Verfügung stellen.

Zwischenbericht 2016: Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern

Jugend- und Familienministerkonferenz, Mai 2017: Eckpunkte für bessere Qualität in der Kindertagesbetreuung beschlossen

Pressemitteilung des Verbandes katholischer Kindertageseinrichtungen vom 18. Mai 2017: Qualitativer und quantitativer Ausbau der Kindertagesbetreuung - Anfrage anhaltend hoch