Pressemitteilung: Ausbau multiprofessioneller Teams in Kindertageseinrichtungen auf hohem Niveau

PRESSEMITTEILUNG
Ausbau multiprofessioneller Teams in Kindertageseinrichtungen auf hohem Niveau
Verband katholischer Kindertageseinrichtungen fordert weitere staatliche Förderung

München, 12. März 2018. Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. fordert den weiteren Ausbau von multiprofessionellen Teams in Kindertageseinrichtungen in Bayern unter Wahrung der pädagogischen Qualität. Gründe dafür sind vor allem der große Aufgabenzuwachs, den das pädagogische Personal im Alltag zu bewältigen hat. In diesem Zusammenhang stehen unter anderem die notwendige Entwicklung der Kitas zu inklusiven Einrichtungen und das Angebot längerer Öffnungszeiten, um Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Der schon jetzt bestehende Fachkräftemangel wird sich mit dem kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Schulkindern eklatant verschärfen. Mit den bisherigen Ausbildungs- und Weiterbildungswegen wird der Bedarf an Fachkräften deshalb nicht zu decken sein. „Es ist eine Zukunftsaufgabe, Quereinsteiger mit gleichwertigem Ausbildungsniveau für die Arbeit als pädagogische Fachkraft in Kitas zuzulassen“, betont Maria Magdalena Hellfritsch, Geschäftsführerin des Verbandes katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. Diese müssten dazu sozialpädagogisch qualifiziert werden.

Ein Weg zum Ausbau multiprofessioneller Teams auf entsprechendem Niveau ist durch das Pilotprojekt für Quereinsteiger „Fachkraft mit besonderer Qualifikation in Kindertageseinrichtungen“ geöffnet worden. Zugangsvoraussetzung ist mindestens ein Berufsabschluss auf dem Ausbildungsniveau einer Fachakademie (DQR Niveau 6). Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. ist einer der drei bayernweiten Anbieter. Die Weiterbildung ist durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert. Bisher ist die Förderung lediglich für einen Weiterbildungsdurchgang gesichert. Hellfritsch fordert in diesem Zusammenhang eine weitere staatliche Förderung der Weiterbildung. „Um die Weiterbildung unter Wahrung der notwendigen pädagogischen Qualität dauerhaft zu sichern, müssten vom Freistaat weiterhin Mittel bereit gestellt werden“, so Hellfritsch.

Kinder werden heute früher und länger in der Kindertageseinrichtung betreut. „Daher ist es von großer Bedeutung, pädagogische Qualität in Einrichtungen der Erziehung, Bildung und Betreuung in der Kindheit verantwortungsvoll zu entwickeln“, betont Hellfritsch. Fachpersonal aus anderen Disziplinen könne im pädagogischen Alltag wichtige Schwerpunkte setzen und die in der Kita geforderten Bildungsbereiche vertiefen. Der Focus liege auf Berufen z.B. aus dem therapeutischen, religionspädagogischen, dem kreativen, naturwissenschaftlichen und hauswirtschaftlichen Bereich, aus Umwelt, Handwerk und Bewegung. HEL/AGF