Pia Theresia Franke bei Landtagspräsidentin Barbara Stamm

Im Vorfeld der Novellierung des Bayerischen Kinderbildungs- und betreuungsgesetzes (BayKiBiG) melden sich Vorstand und Geschäftsführung des Verbandes zu Wort und führen zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Kirche sowie dem bayerischen Sozialministerium. Am 12. März 2012 konnte Geschäftsführerin Pia Theresia Franke Landtagspräsidentin Barbara Stamm die Anliegen und Interessen der katholischen Träger darlegen, wie sie auch in der Stellungnahme des katholischen Bereichs zur Novellierung des BayKiBiG formuliert waren.

Der Verband begrüßt die geplante Novellierung des Gesetzes. Dabei sind ihm die Qualitätsentwicklung und -sicherung in den Einrichtungen ein besonderes Anliegen. Folgende Punkte hat Frau Franke im Gespräch mit der Landtagspräsidentin hervorgehoben:

·         Die vorgesehene Verbesserung des Anstellungsschlüssels erfordert eine angemessene Finanzierung durch eine entsprechende Anhebung des Basiswertes.

·         Katholische Einrichtungen bemühen sich um eine ortsnahe Unterstützung von Familien. In den letzten Jahren besuchen verstärkt auch Kinder in den ersten drei Lebensjahren die katholischen Einrichtungen. Dies stellt in hohem Maße Anforderungen an Träger wie Fachkräfte und erfordert mit Blick auf die Kinder und ihre Familien entsprechende qualitative Rahmenbedingungen. Deshalb plädiert der Verband dringend für eine Verbesserung des Gewichtungsfaktors für Kinder in den ersten drei Lebensjahren.

·         Die Regelungen für Gastkinder und Landkindergärten bedürfen einer Klärung.

Auf diese und andere Themen wie etwa den enormen Verwaltungsaufwand und die administrative Problematik des gemeinsamen Mittagessens, die sich durch das Bildungs- und Teilhabepaket des Bundes ergeben, haben Vorstand und Geschäftsführung bei ihren Antrittsbesuchen bei Kardinal Reinhard Marx und Staatsministerin Christine Haderthauer sowie in Gesprächen u.a. mit dem Fraktionsvorsitzenden der CSU Georg Schmid, der Vorsitzenden des Sozialpolitischen Ausschusses im Landtag Brigitte Meyer (FDP), dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses Joachim Unterländer (CSU) sowie den Abgeordneten Hans-Ulrich Pfaffmann (SPD), Renate Ackermann (Bündnis90/Die Grünen) und Eva Gottstein (Freie Wähler) hingewiesen.