Möglichkeiten des Bürokratieabbaus in Kindertageseinrichtungen

Auf Einladung des Beauftragten für Bürokratieabbau der Bayerischen Staatsregierung, Walter Nussel MdL (5.v.l.), fand am 23. Mai 2022 im Caritasverband in der Diözese Würzburg e.V. ein Runder Tisch zum Thema Praxis-Check „Kinderbetreuung und BayKiBiG“ statt, an dem stellv. Geschäftsführerin Alexa Glawogger-Feucht (6.v.l.) teilnahm. Von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums nahmen Ltd. MR Hans-Jürgen Dunkl (im Bild links) sowie Stefan Porsch (2.v.l.) teil. Im Zentrum standen unter anderem Diskussionen um die Auswirkungen des Fachkräftebedarfs, Möglichkeiten zur Entlastung des pädagogischen Fachpersonals von Verwaltungs- und Organisationsaufgaben, Bildungs- und Chancengerechtigkeit für alle Kinder unabhängig von ihrem Wohnort sowie Inklusion.

Glawogger-Feucht kritisierte die Vielzahl der in der Corona-Zeit versandten Newsletter des StMAS. Die hohe Zahl an Newslettern und AMS erzeuge hohen Druck und Unsicherheit. Generell setze sich der Verband auch für eine zügige, unbürokratische Umsetzung von Ausreichung von Mitteln ein, die per Richtlinien geregelt sind, zum Beispiel im Hinblick auf die Mittel aus dem Gute-Kita-Gesetz (etwa Leitungs- und Verwaltungsbonus) oder mobile RLT-Anlagen – derzeit ist das Gegenteil der Fall. Vor allem der Leitungs- und Verwaltungsbonus führt zu Unsicherheiten, vor allem durch die komplexen Regelungen. Mit der Beantragung wird zum einen die Leitung stark beansprucht und letztlich zieht die Ausreichung der begrenzten Mittel nach Projektförderung für Träger Rechtsunsicherheit nach sich, da diese zunächst in Vorleistung gehen müssen und ggf. damit rechnen müssen, dass sie die Mittel nicht erhalten, denn erst bei der Belegprüfung wird deutlich, ob die Maßnahme den Förderkriterien entspricht. Rückmeldung aus der Praxis zeigen, dass z.T. nur Mittel beantragt wurden, die im Haushaltsplan ohnehin vorgesehen waren, um nicht ins Defizit zu geraten.

Die Gesamtgemengelage könne schließlich auch dazu führen, dass viele Beschäftigte die Einrichtungen bereits wieder frühzeitig verließen. (AGF)

Auf dem Bild (v.l.): Ltd. Hans-Jürgen Dunkl, Stefan Porsch (beide StMAS), Kita-Referatsleiter DiCV Würzburg Michael Deckert, Martin Küpper, Sachgebietsleiter Fachabteilung Kindertagesbetreuung Stadt Würzburg, Uwe Kampf, Geschäftsstellenleiter der Stadt Erlenbach, Marcus Grimm, Bürgermeister Waldaschaff, Fachberaterin des DiCV Würzburg Elisabeth Evans, Alexa Glawogger-Feucht, Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern, Bürokratiebeauftragter der Bayerischen Staatsregierung Walter Nusserl MdL (CSU), Christine Güdelhöfer, Sachgebietsleiterin Soziales und Jugend (Regierung von Unterfranken), Martin Umscheid, Träger des katholischen Kindergartens St. Martin, Ulrich Kahnt, Pädagogische Leitung der Lebenshilfe Erlangen, Kerstin Uhlisch, Bereichsleitung Kinder und Jugendliche der Lebenshilfe Herzogenaurach.

 

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