Kitas und HPT im Dialog

Den Dialogtag "Miteinander - Füreinander" veranstalten gemeinsam der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern und der Landesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen Bayern am heutigen 8. März 2016 in Nürnberg.

Grußwort von Caritas-Direktor Michael Schwarz, Nürnberg, hier zum Download.

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG

Katholische Kitas und Erziehungshilfen vereinbaren engere Zusammenarbeit
Fachdienste zum Wohl der Kinder besser vernetzen

Nürnberg, 08.03.2016 – Eine engere Zusammenarbeit von katholischen Kitas und heilpädagogischen Tagesstätten (HPT) haben der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern und der Landesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen Bayern e.V. eingefordert. Im Rahmen der ersten gemeinsamen Fachtagung am heutigen 8. März in Nürnberg betonten die Geschäftsführerinnen Pia Theresia Franke und Petra Rummel: „Kitas und HPT´s bieten allen Kindern einen besonderen Erfahrungsraum, in dem ihre Menschenwürde geachtet ist. Daher ist es jetzt an der Zeit, eine bessere und engere Kooperation aller Fachdienste umzusetzen“. Auch im Hinblick auf Asylbewerberkinder sei die Zusammenarbeit der beiden Systeme von großer Bedeutung. “Voneinander – Miteinander” lautete der Titel der Dialogveranstaltung.

Kitas sind insbesondere bei behinderten oder entwicklungsgefährdeten Kindern mit Fachdiensten wie Erziehungsberatung, heilpädagogischen Tageseinrichtungen, psychologischen Beratungsstellen und unterschiedlichen ambulanten Diensten und Heimen verknüpft. „Diese Verknüpfung muss zum Wohl der betroffenen Kinder reibungslos funktionieren. Letztlich entscheiden wir jetzt auch damit, wie wir in Zukunft als Gesellschaft zusammenleben wollen“, sind sich Franke und Rummel einig.

Der Freiburger Professor Matthias Hugoth betonte in seinem Vortrag „Mittendrin statt nur dabei“, dass es eine anspruchsvolle Aufgabe sei, Inklusion in Kitas zu realisieren. „Dies bringt aber einen großen Gewinn für alle und ist ein ureigener Auftrag katholischer Einrichtungen“, so Hugoth. Er betonte, dass Kinder, die soziale Benachteiligungen erfahren, in ihren Chancen und Möglichkeiten beeinträchtigt werden. „Sie sollten nicht als Objekte besonderer Fördermaßnahmen, sondern als Menschen mit besonderen Eigenschaften angesehen werden“, forderte er. Ansatzpunkt der pädagogischen Arbeit sei, wie bei allen anderen Kindern, das vorhandene individuelle Entwicklungspotenzial. (AGF)

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. vertritt die Interessen von 1500 katholischen Trägern von Kindertageseinrichtungen mit rund 2000 Krippen, Kindergärten, Horten und Häusern für Kinder. Der 1917 gegründete Verband bietet neben der politischen Vertretung auch Fort- und Weiterbildungen, Informationsservice, Arbeitshilfen sowie Fachveranstaltungen an. Der Verband ist ein anerkannter Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, Landesverband Bayern e. V., und Mitglied im Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – Bundesverband e.V.

Der Landesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e. V. (LVkE) nimmt bayernweit die Aufgaben des Fachverbands für die Erziehungshilfe in katholischer Trägerschaft wahr. Zusammen mit seinen 149 Mitgliedseinrichtungen setzt er sich für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche und deren Familien in unserer Gesellschaft ein, um ihnen im Sinne von Solidarität und Teilhabegerechtigkeit bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen. Weitere Informationen zum LVkE und seinen Aufgaben und Angeboten finden Sie unter www.lvke.de.

Verantwortlich: Pia Theresia Franke, Geschäftsführerin, Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern, Maistraße 5, 80337 München, Tel. 089 5307 25 – 18, E-Mail: presse@kath-kita-bayern.de, www.kath-kita-bayern.de