Katholischer Kitaverband: Staatliche finanzielle Förderung für Qualifizierung nötig

Quereinstieg in Kindertageseinrichtungen nur mit entsprechendem Niveau
Katholischer Kitaverband: Staatliche finanzielle Förderung für Qualifizierung nötig

München, 5. Juli 2022 – Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. steht grundsätzlich zu dem Ansatz der Multiprofessionellen Teams in Kindertageseinrichtungen. Damit Kinder in ihrer individuellen und ganzheitlichen Entwicklung von unterschiedlichen Kompetenzen profitieren können, ist jedoch ein entsprechendes Ausbildungsniveau im ersten Beruf nötig. „Der Fachkräftebedarf ist derzeit das drängendste Problem in Kindertageseinrichtungen. Kontraproduktiv für die geforderte Qualität der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern wäre aber, die Zugangsvoraussetzungen in das Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen abzusenken“, so Geschäftsführerin Alexa Glawogger-Feucht.

Insgesamt ist zur Steigerung der Attraktivität des Berufsfeldes dringend eine deutlich höhere gesellschaftliche Wertschätzung nötig, die letztlich nur durch Investitionen in das Arbeits- und Praxisfeld möglich ist. Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. fordert daher im Hinblick auf den vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales geplanten erleichterten Quereinstieg in Kindertageseinrichtungen, die entsprechenden Weiterbildungen finanziell zu fördern. Nur so könne der Ansatz flächendeckende Durchschlagskraft gewinnen. „Den Trägern von Kindertageseinrichtungen kann die Finanzierung nicht zugemutet werden“, so Glawogger-Feucht.

„Multiprofessionelle Teams können nur dann ein Zukunftsmodell sein, wenn auch die Rahmenbedingungen standhalten“, betont Glawogger-Feucht. Rechtssicherheit für eine bayernweite Anerkennung als Fachkraft wurde durch die bisherigen Weiterbildungen jedoch nicht gewährleistet. Es gibt auch weiterhin keinen Rechtsanspruch auf einen Fachkraftstatus für Quereinsteigende. (AGF)