Katholischer Kita-Verband: Untragbare Gesamtsituation für Kitas

Katholischer Kita-Verband: Untragbare Gesamtsituation für Kitas
Staatliche Vorgaben belasten Kitas auf das Äußerste

München, 9. Februar 2022 – Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. weist auf die derzeit untragbare Gesamtsituation von Kindertageseinrichtungen hin. „Mit großer Leistungsbereitschaft und Engagement haben Träger und Kita-Teams bisher alle Zusatzbelastungen infolge der Corona-Situation geduldig bewerkstelligt“, so Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Zum Wohl der Kinder und ihrer Familien habe das pädagogische Personal bis an den Rand der Belastbarkeit gearbeitet und alles dafür getan, die Kitas offen zu halten.

Mit dem am 8. Februar 2022 wieder von einem Tag auf den anderen eingeführten sogenannten „intensivierten Testregime“ mit einer nochmals differenzierteren Vorgehensweise zum Testen von Kindern, wird nun endgültig die rote Linie überschritten. Dazu kommt, dass die Nöte des Personals weiterhin nicht in den Blick genommen werden. „Wenn zum Beispiel dreifach geimpftes Kita-Personal gruppenübergreifend arbeiten muss, ist es nicht verwunderlich, dass die Ansteckungs- und Quarantänezahlen in die Höhe schießen“, so Hellfritsch. Umgreifender Personalausfall sei die Folge. Schließungen von Gruppen häufen sich. Die verbliebenen Leitungen und Teams sind weitgehend mit Formalia zur Abwicklung der staatlichen Vorgaben beschäftigt. „Kinder und pädagogisches Personal leiden unter diesen unzumutbaren Bedingungen. Wir wünschen uns daher von staatlicher Seite Lösungen und nicht die Übertragung von Aufgaben der staatlichen Gesundheitsbehörden auf die Kitas“, so Hellfritsch.

In Bayern besuchen ca. 197.000 Kinder eine der rund 2.770 katholischen Kindertageseinrichtungen. Betreut werden sie von rund 33.000 pädagogischen Fach- und Ergänzungskräften. HEL/AGF