„Gute-Kita-Gesetz“ verabschiedet - Verband katholischer Kitas kritisiert befristete Finanzierung

München, 20. September 2018. Das Bundeskabinett hat am gestrigen Mittwoch das „Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität in der Kindertagesbetreuung", das sogenannte „Gute-Kita-Gesetz“, verabschiedet. Die Geschäftsführerin des Verbandes katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern, Maria Magdalena Hellfritsch, kritisiert in erster Linie die lediglich befristete Finanzierungzusage. Bis zum Jahr 2022 will der Bund die Länder mit insg. 5,5 Milliarden Euro beim Qualitätsausbau unterstützen. Nach 2022 ist keine finanzielle Unterstützung der Länder durch Bundesmittel mehr vorgesehen.

"Die vereinbarte Summe bleibt weit hinter dem zurück, was für eine bundesweite Qualitätsverbesserung in der Kindertagesbetreuung nötig ist. Bei lediglich befristeter Mittelzusage des Bundes besteht darüber hinaus die Gefahr, dass Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung eher zurückhaltend umgesetzt werden", so Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Außerdem verzichte der Bund darauf, ein Sondervermögen einzurichten und will die Finanzierung stattdessen über eine Umverteilung der Umsatzsteueranteile regeln.

Hellfritsch begrüßt grundsätzlich die zusätzliche Entlastung einkommensschwacher Eltern von den Kitagebüren, spricht sich jedoch gegen eine Gebührenfreiheit aus. „Um eine dauerhafte Qualitätsverbesserung voranzubringen, müssen u.a. Mittel bereitgestellt werden für Zeitkontingente für Kita-Leitungen, für Maßnahmen zur Gewinnung von Fachkräften sowie für eine generelle finanzielle Entlastung der Träger von Kindertageseinrichtungen, die Studierende in der Erzieherausbildung anstellen. „Diese Verbesserungen sind nicht zum Null-Tarif zu haben", so Hellfritsch.

Leider bleibt der Gesetzesentwurf weit hinter den im Mai 2017 verabschiedeten Eckpunkten der Jugend- und Familienministerkonferenz zurück", erklärt Hellfritsch.

Das Gesetz soll Anfang 2019 in Kraft treten. Das Parlament muss dem Gesetz zuvor noch zustimmen. AGF

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. vertritt die Interessen von 1500 katholischen Trägern von Kindertageseinrichtungen mit rund 2000 Krippen, Kindergärten, Horten und Häusern für Kinder. Der 1917 gegründete Verband bietet neben der politischen Vertretung auch Fort- und Weiterbildungen, Informationsservice, Arbeitshilfen sowie Fachveranstaltungen an. Der Verband ist ein anerkannter Fachverband des Deutschen Caritasverbandes, Landesverband Bayern e. V., und Mitglied im Verband Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) – Bundesverband e.V.

Verantwortlich: Maria Magdalena Hellfritsch, Geschäftsführerin
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