Grußwort von Prälat DDr. Peter Beer, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising

Sehr geehrte Gäste,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
meine sehr geehrten Damen und Herren!

Zur Auftaktveranstaltung der Weiterqualifizierung „Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger als Fachkräfte für Kindertageseinrichtungen“ begrüße ich Sie sehr herzlich, vor allem Sie, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In bewährter Zusammenarbeit mit dem Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. und mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, können wir bereits in den dritten Ausbildungskurs starten.

Der Fachkräftemangel ist eine große Herausforderung für die Verantwortlichen von Kindertageseinrichtungen. Daher war und ist es mir ein großes Anliegen aus den eigenen Reihen Fachkräfte zu gewinnen. Der besondere Reiz dieses Projektes liegt ja gerade darin, qualifizierte Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger die Chance zu eröffnen, sich zu Fachkräften weiterzubilden. Sie haben einerseits mehrjährige Berufserfahrung und sich andererseits in Fortbildungen kontinuierlich weiterqualifiziert.

Wir freuen uns, dass Sie sich zu einer Weiterqualifizierung entschlossen haben. Die erste Hürde haben Sie bereits mit Ihrer Bewerbung und dem Auswahlverfahren geschafft. Die nächsten Monate werden Sie sich intensiv mit neuen Inhalten auseinandersetzen. Bereits jetzt leisten Sie einen wichtigen Dienst an den Kindern, an den Eltern und der Gesellschaft. In den ersten Lebensjahre wird der Grundstein für Lernfreude und lebenslanges Lernen gelegt, in unserer Wissensgesellschaft eine entscheidende Bereitschaft. Mit der in den Kindertageseinrichtungen verwirklichen Trias Beziehung, Betreuung und Bildung werden Kinder für ihr Leben gestärkt, sowohl in ihrer Individualität als auch in ihrer sozialen Verantwortung.

Entscheidend kommt es hier darauf an, die Praxis zu unterstützen und Fachkräfte auszubilden. So freut es mich, dass allein 15 Teilnehmerinnen aus der Erzdiözese München und Freising kommen. Auch andere Regionen wie Augsburg, Würzburg und Passau sind mit Ihnen hier vertreten. Auch unserem Ziel, den Männeranteil zu erhöhen, kommen wir mit diesem Kurs einen – wenn auch kleinen –Schritt wieder näher, denn es ist auch ein Teilnehmer unter den Auszubildenden. Neben Vertretern des Verbandes und der Erzdiözese München und Freising ist auch der dritte Partner unter uns: Unser Dritte im Bunde ist das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, das heute vertreten ist: Ich begrüße sehr herzlich Herrn Dr. Hans Eirich, den Leiter des Referates Frühkindliche Bildung und Erziehung. Mit der Förderung dieses Weiterqualifizierungsprojektes ermöglichen Sie bereits zum dritten Mal, in der Gewinnung von Fachkräften einen neuen Weg einzuschlagen. Unserer Erfahrung nach hat sich dies als gangbar und erfolgversprechend erwiesen.

Mein herzlicher Gruß gilt auch den Praxisanleitungen. Sie werden Ihre Kolleginnen über die nächsten 15 Monate hinweg fachlich und mit Zuspruch begleiten. Wir wissen dies zu schätzen, da diese Begleitung auch von den Kindertageseinrichtungen geleistet werden muss.Die Qualität einer Weiterqualifizierung lebt von den Referentinnen und Referenten. Wir schätzen wir uns daher glücklich, dass für diese Qualifizierung wieder erfahrene und fachlich anerkannte Referentinnen und Referenten gewonnen wurden.

Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Satz des berühmten Meister Eckarts auf den Weg geben der sagte: „Und plötzlich weisst du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und
dem Zauber des Anfangs zu vertrauen." Das Zitat von Meister Eckhart macht Mut, sich weiterzuentwickeln, seine Vorstellungen zu verwirklichen. Dieser Anfang ist der Aufbruch in etwas Unbekanntes, Offenes, deswegen nicht selten Beängstigendes. In Ihrem Fall steht fest: Er ist der Beginn von etwas Positivem. Sie gehen Ihren Weg nun weiter, sie werde zu Fachkräften in Ihrem Berufsfeld ausgebildet und werden im Anschluss mehr Verantwortung übernehmen.

Dass Sie diesen Aufbruch unternehmen, bedeutet auch einen Gewinn für andere:

  • Ihr Aufbruch ist ein Gewinn für die Träger und die Teams Ihrer Einrichtungen. Denn sie gewinnen mit Ihnen neue Fachkräfte
  • Ihr Aufbruch ist vor allem ein Gewinn für die Kinder und ihre Eltern. Denn Ihre Weiterqualifizierung bedeutet ein Mehr an Fachkräften in der Kita und damit ein Mehr an Qualität in der Bildung, Erziehung und Betreuung.

Wir wünschen Ihnen, dass Sie voll Freude auf die kommende Zeit zugehen und alles Gute und Gottes reichen Segen!

H.H. Prälat DDr. Peter Beer, Generalvikar der Erzdiözese München und Freising