Europäische Frühpädagogen

Anlässlich des Europatages am 9. Mai erinnert Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch an europäische Frühpädagogen und deren Bedeutung für die Entwicklung der Frühpädagogik. Im Jahr 2018 steht Maria Montessori im Mittelpunkt. "Sie war eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus war“, würdigte Hellfritsch deren Lebenswerk.

Im Jahre 1870 in Italien geboren, erlangte sie 1896 im Alter von 26 Jahren an der Universität Rom als erste Frau in Italien den Doktorgrad der Medizin. 11 Jahre später eröffnete sie in einem Elendsviertel von Rom ihr erstes Kinderhaus „Casa dei Bambini“. Von hier aus entwickelte sie ihre „Pädagogik vom Kinde aus“, die an der Beobachtung und der Wahrnehmung der im Kind verborgenen Entwicklungskräfte ansetzt.

„Ausgangspunkt ihrer Pädagogik ist ihr Bild vom Kind und ihre Grundhaltung dem Kind gegenüber. Die Einzigartigkeit des Kindes und seine Besonderheit zu entdecken, wertzuschätzen und zu unterstützen sei Aufgabe des Erziehenden“, betont Hellfritsch. Es gehe darum, die Kräfte jedes Kindes zur Entfaltung kommen zu lassen.

Die Unterstützung von Selbsttätigkeit ist für Montessori die zentrale Methode. Über sie bildet das Kind seine Selbständigkeit und seine Fähigkeiten aus. Die "neue Lehrerin" bereitet die Lernumgebung professionell vor. Sie orientiert sich hierbei an der Entwicklung und den Bedürfnissen der Kinder. Entwicklungsbegleitung, d.h. „nachgehende Führung“ ist für Montessori der Weg, auf dem das Kind zu einem mündigen Menschen heranwachsen kann.

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