Einladung zum Vortragsabend im Rahmen des Bayerischen Bildungsdialog am 25. Oktober 2018

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. lädt am 25. Oktober 2018 herzlich zum Vortragsabend "Spiel-Sachen – Zur Bedeutung der Dinge in der Frühpädagogik" in den Münchner Karmelitersaal ein. Referen ist Prof. Dr. Frithjof Grell, Bamberg. "Wir freuen uns auf die Begegnungen und den Aus­tausch mit Ihnen", erklärt Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch.

Spiel-Sachen - zur Bedeutung der Dinge in der Frühpädagogik

Kinder lernen immer. Sie lernen von anderen Menschen und aus ihren eigenen Erfahrungen im Umgang mit den Dingen ihrer Umgebung. In diesem Sinne hat bereits Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) Dinge als besonders wichtige ‚Lehrer‘ für das Kind bezeichnet. Die bis heute bedeutendsten Ansätze zu einer „Pädagogik der Dinge“ haben Friedrich Fröbel (1782–1852) und Maria Montessori (1870–1952) ausgearbeitet. Sie sehen im souveränen Einsatz von Spielgaben bzw. Entwicklungsmaterialien geradezu die Königsdisziplin des frühpädagogischen Handelns. Der Vortrag entwirft die Umrisse einer „Pädagogik der Dinge“. Diese weist nicht nur dem freien Spiel mit gestaltungsoffenen Materialien sondern ebenso dem ‚angeleiteten‘ Spiel mit didaktischen Materialien und dem Umgang mit neuen digitalen Medien einen sinnvollen Platz zu.

Diskutieren Sie mit uns

  • Wozu brauchen Kinder in der Kita ‚Dinge‘, spezielles Spiel- und Lernmaterial?
  • Wie kann die Kita die ‚Pädagogik der Dinge‘ umsetzen? Im freien Spiel? Im angeleiteten Spiel?
  • Welche Rolle kommt dabei den neuen digitalen Medien in der Kita zu?

Jahresthema des Bayerischen Bildungsdialogs 2018 "Spiel-Räume"

Spiel ist für Kinder der Zugang zur Welt. Freies und selbstgestaltetes Spiel ist Grundvoraussetzung dafür, dass Kinder ihre Potentiale entfalten können. Die kon­krete Erfahrung, das Be-Greifen mit allen Sinnen spie­len dabei eine bedeutende Rolle. Eltern und Pädago­gen haben die Aufgabe, Kinder bei ihren Tätigkeiten so zu begleiten, dass sie ihre Erfahrungs- und Erkenntnismöglichkeiten selbstgesteuert erweitern können.

Welchen Einfluss haben die Verknappung des öffent-lichen Raumes, Migration oder familiärer Wandel auf das kindliche „In-der-Welt-sein“ im Spiel? Verändert sich das Spiel unter dem Gebrauch von elektronischen Medien? Müssen Spielwelten pädagogisch neu gestal­tet werden?

Kindertageseinrichtungen und Eltern sind gefordert, sich mit diesen Fragen kritisch auseinanderzusetzen, umso mehr, je größer die Lernanforderungen der Er­wachsenenwelt an Kinder werden. Die Vorträge im Rahmen des Bayerischen Bildungsdi­alogs 2018 nehmen diese Themen in den Fokus.

Hinweis: Veranstaltungszeit und -ort: Karmelitersaal jeweils 18.00 Uhr, Karmeliterstr. 1, 80333 München. Wir freuen uns auf Ihr Kommen und die gemeinsame Diskussion.