Der Verband begrüßt den geplanten Ausbau der mobilen Heilpädagogischen Fachdienste – Erweiterte Unterstützung für Kitas ist dringend angezeigt

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. begrüßt, dass Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer die mobilen Heilpädagogischen Fachdienste (MHFD) für Kindertageseinrichtungen ausbauen möchte. Der Ausbau der Fachdienste ist eine Empfehlung der Studie „Inklusion vor Ort“ (IVO-Studie) des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP), an der sich über 2.800 bayerische Kindertageseinrichtungen beteiligt haben. Die Studie hat ergeben, dass mehr als 70% der Kindertageseinrichtungen Kinder mit Entwicklungsgefährdungen betreuen, sogenannte Risikokinder. Dazu zählen Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Verhaltensauffälligkeiten.

„Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern setzt sich seit langem beharrlich für den Ausbau der mobilen Heilpädagogischen Fachdienste ein. Die  Ergebnisse der Studie untermauern, dass der Beratungsbedarf der Kitateams erheblich gestiegen ist. Die aktuell 16 Dienststellen mobiler Heilpädagogischer Fachdienste für rund 9.400 Kitas in Bayern können ihn unmöglich decken. Der Ausbau ist von daher überfällig“, so Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch.
 
Die Bayerische Staatsregierung fördert die mobilen Heilpädagogischen Fachdienste, die seit 1993 bestehen, derzeit mit rund 700.000 Euro pro Jahr. Das Beratungsangebot rund um Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und Verhaltensproblemen ist niedrigschwellig und präventiv ausgerichtet. Schreyer hat mitgeteilt, dass sie sich in den anstehenden Haushaltsverhandlungen um eine Erhöhung der staatlichen Fördermittel bemühen wird.