Demokratieerziehung in Kindertageseinrichtungen

Kitas als Lernorte für demokratisches Handeln

Unter dem Leitwort „Teil sein – Teilhabe“ hat der Diözesan-Caritasverband München und Freising am 11. Juli 2017 in München eine Fachtagung für Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die Demokratie als Lebensform in katholischen Kindertageseinrichtungen und in der Gesellschaft. „Kitas werden als Orte in die Pflicht genommen, in denen demokratisches Handeln grundgelegt und eingeübt werden soll. Tatsächlich bietet der Alltag in einer Kindertageseinrichtung zahlreiche Gelegenheiten zur Partizipation, zum Demokratie-Erleben und zur Verantwortungsübernahme“, betont Geschäftsführerin Maria Magdalena in ihrem Grußwort.

„Katholischen Kindertageseinrichtungen kommt dabei eine besondere Verpflichtung zu. Das pädagogische Personal schafft und gestaltet für Kinder und mit Kindern Räume, in denen Wertschätzung konkret erfahrbar wird – in denen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern für eine solidarische, von gewollte Welt wachsen können“, so Hellfritsch.

Im Hauptvortrag referierte Rüdiger Hansen, Vorstand des Kieler Instituts für Partizipation und Bildung, über die „Kinderstube der Demokratie“. Die demokratische Partizipation sei per se ein Recht der Kinder. Gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) sei die Kindertageseinrichtung verpflichtet, zur Sicherung der Rechte der Kinder und zur Organisation von Möglichkeiten zur Beteiligung und Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten. „Außerdem müssen Kinder von Anfang an in Einrichtungen der öffentlichen Jugendhilfe an allen sie betreffenden Fragen und Entscheidungen beteiligt werden und haben ein Recht auf Schutz“, betont Hansen. Entscheidende Bedeutung habe hier die pädagogische Haltung der Fachkräfte. Als unmittelbar beteiligte Erwachsene setzen sie die Rahmenbedingungen für die pädagogischen Vorstellungen, Werte und Überzeugungen. (AGF)

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