Bundes-Fachkräfteoffensive vorzeitig abgebrochen

Das Bundesministerium hat bekannt gegeben, dass die im Jahr 2019 gestartete Fachkräfteoffensive "Erzieherinnen und Erzieher: Nachwuchs gewinnen, Profis binden" vorzeitig beendet wird. Mittel für die Finanzierung eines weiteren Jahrgangs mit Ausbildungsbeginn im Herbst 2020 stehen nicht zur Verfügung. Es können daher keine weiteren Interessenbekundungen für das Bundesprogramm eingereicht werden.

Geplant war, von 2019 bis 2022 insgesamt rund 300 Millionen Euro als Impuls den Ländern und damit den Einrichtungen vor Ort zur Verfügung zu stellen - zusätzlich zu den 5,5 Milliarden Euro aus dem Gute-KiTa-Gesetz. "Die vorzeitige Beendigung der Offensive ist definitiv ein Signal in die falsche Richtung, zumal aktuellen Studien zufolge bis zum Jahr 2025 bundesweit bis zu 191.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen werden", so Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Umso mehr sei die Bayerische Staatsregierung gefordert, zusätzliche Landesmittel für nachhaltige, qualitätsentwickelnde Maßnahmen bereitzustellen.

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