Bündnis für frühkindliche Bildung in Bayern: Katholischer Kitaverband fordert konkrete Vereinbarungen zur Umsetzung der Qualitätsentwicklung

Bündnis für frühkindliche Bildung in Bayern
Katholischer Kitaverband fordert konkrete Vereinbarungen zur Umsetzung der Qualitätsentwicklung

München, 2. Oktober 2019 – Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern fordert mit Blick auf das von Sozialministerin Kerstin Schreyer ins Leben gerufene „Bündnis für frühkindliche Bildung in Bayern“ konkrete Vereinbarungen. „Über die bisherige Willensbekundung hinaus müssen die umzusetzenden Maßnahmen konkretisiert und mit staatlichen Fördermitteln hinterlegt werden“, betont Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Die wichtigste Zukunftsfrage für Kitas sei die Qualitätsentwicklung. Dazu gehöre vorrangig die Refinanzierung von Leitungstätigkeit.

„Zukunftsfragen werden nicht zu lösen sein, ohne gezielte Maßnahmen zur Gewinnung von pädagogischen Fachkräften zu forcieren“, erklärt Hellfritsch. Um junge Menschen für den Beruf zu begeistern, müsse unter anderem für alle Ausbildungswege eine Vergütung eingeführt und staatlich refinanziert werden. Nach aktuellen Ergebnissen der Bertelsmann-Stiftung fehlen dem Bundesland Bayern etwa 7.200 Fachkräfte in Kitas. Nach eigenen Angaben der Bayerischen Staatsregierung werden die nächsten Jahre rund 19.400 pädagogische Fachkräfte und 10.000 Kinderpfleger_Innen benötigt.

„Aus diesem Grund muss umgehend gehandelt werden. Schließlich muss es uns allen ein Anliegen sein, eine flächendeckende, qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen zu sichern“, so Hellfritsch. HEL/AGF