Bayerisches Kabinett billigt Vertrag zum Gute-Kita-Gesetz: Katholischer Kitaverband fordert zusätzliche Landesmittel für pädagogische Qualität

Bayerisches Kabinett billigt Vertrag zum Gute-Kita-Gesetz für das Bundesland Bayern
Katholischer Kitaverband fordert zusätzliche Landesmittel für pädagogische Qualität

München, 02.08.2019 – Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. begrüßt den nächsten Schritt zur Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes in Bayern. Insgesamt 860 Millionen Euro sollen aus dem Fördertopf des Gute-Kita-Gesetzes zwischen 2019 und 2022 in den bayerischen Staatshaushalt fließen. „Bayern investiert den Löwenanteil der Mittel in den Elternbeitragszuschuss“, erklärt Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch. Im Bayerischen Haushalt sind allein für 2019/2020 insgesamt 767 Millionen Euro eingeplant. „Für die Qualitätsentwicklung sind im gleichen Zeitraum dagegen nur 98 Millionen Euro vorgesehen“, so Hellfritsch.

Angesichts dieses Ungleichgewichts fordere der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern, mehr Geld aus dem Bayerischen Staatshaushalt beispielsweise für die Gewinnung von Fachkräften und die Bindung von bewährtem Personal einzusetzen.

Am 31. Juli 2019 hat das Bayerische Kabinett den Vertrag zum Gute-Kita-Gesetz gebilligt. Die Unterzeichnung des Vertrags mit dem Bundesfamilienministerium ist für September 2019 geplant. Ziel des Gesetzes ist es, die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung bundesweit weiterzuentwickeln und die Teilhabe an der Kindertagesbetreuung zu verbessern.

Zu den zehn zentralen förderfähigen Maßnahmen des Gute-Kita-Gesetzes gehören die Verbesserung des Anstellungsschlüssels und die Ermöglichung einer inklusiven Förderung aller Kinder. „Nachrangig ist die Entlastung der Eltern bei Gebühren zur Sicherung der Teilhabe an Kinderbetreuungsangeboten genannt“, so Hellfritsch. HEL/AGF