Auftaktveranstaltung der Weiterbildung "Fachkräfte mit besonderer Qualifikation in Kindertageseinrichtungen"

Der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. fördert den Ausbau von multiprofessionellen Teams in Kindertageseinrichtungen. Dazu bietet er die Weiterbildung „Fachkraft mit besonderer Qualifikation in Kindertageseinrichtungen“ für Personen außerhalb von traditionell pädagogischen Berufen an, die in Kitas arbeiten wollen. Die Weiterbildung wird zum ersten Mal in Bayern angeboten und begann am 29. Januar 2018 mit der Auftaktveranstaltung im Münchner KKV-Hansa Haus. Ministerialrat Dr. Johann Eirich machte in seinem Grußwort deutlich, dass der Verband einer von drei Anbietern dieser innovativen Weiterbildung sei, die vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert werde.

„Kindertageseinrichtungen stehen vor zahlreichen neuen Herausforderungen und enormem Aufgabenzuwachs, beispielsweise muss das pädagogische Personal vielerorts lange Betreuungszeiten bewältigen und Inklusion mit hoher Qualität umsetzen. Multiprofessionelle Teams eröffnen hier neue Möglichkeiten, denn im Einsatz unterschiedlicher Professionen greifen unterschiedliche Kompetenzen ineinander“, betont Geschäftsführerin Maria Magdalena Hellfritsch.

"Wir haben vor allem die veränderte Lebenswelt von Familien und Kindern im Focus, wenn wir eine berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit im Kita-Team unterstützen". Der Anteil der institutionalisierten Bildung, Erziehung und Betreuung im Lebenslauf der Kinder würde bedeutsam wachsen. "Deshalb gehört es zu unseren Aufgaben, die Kitas nicht nur nach außen sondern auch nach innen zu öffnen", so Hellfritsch. „Indem wir weitere hochqualifizierte Berufsgruppen integrieren, holen wir die Lebenswelt in die Kitas“.

Hellfritsch dankte den Trägern der Kindertageseinrichtungen für ihre Offenheit und ihr Vertrauen. "Sie machen sich gemeinsam mit uns auf einen noch unbekannten Weg". Hellfritsch begrüßte in diesem Zusammenhang, dass die Weiterbildung auch extern vom Staatsinstitut für Frühpädagogik (IFP) qualitativ und quantitativ evaluiert werde.

21 Teilnehmer und Teilnehmerinnen von 67 Bewerber/innen haben sich über ein standardisiertes Assessment-Center für die Weiterbildung qualifiziert. Darunter sind vier Männer und 17 Frauen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine abgeschlossene Berufsausbildung mindestens auf Meister-Niveau sowie Berufserfahrung. Unter den in der Weiterbildung vertretenen Berufen sind Landschaftsgärtner/innen, Dipl.-Kirchenmusiker/innen, staatlich geprüfte/r Holztechniker/innen, Dipl.-Ingenieure/innen, Dipl.-Geographen/innen, Ergotherapeuten/innen und Fachlehrer/innen.

Schwerpunktthemen der Weiterbildung sind u.a. der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan, das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) und die ganzheitliche Gestaltung von Bildungssituationen. Die Teilnehmenden werden insbesondere auch dafür qualifiziert, ihre bereits bestehende Berufsqualifikation im Sinne eines professionellen Miteinanders in die pädagogische Arbeit mit Kindern im Alltag einer Kindertageseinrichtung einbringen zu können. (AGF)