25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention: Kinderrechte weiter in die Tat umsetzen

Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern zu 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

München 19.11.2014 -Zum 25jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention fordert der Verband katholischer Kindertageseinrichtungen Bayern e.V. dazu auf, Kinderrechte weiter in die Tat umzusetzen. „Die Rechte gelten zwar in vielen Ländern, aber nicht immer sind diese selbstverständlich. Armut, Ausgrenzung und Gewalt gegen Kinder sind auch Themen hier in Deutschland. Daher ist es dringend notwendig die Rechte der Kinder anzumahnen und einzufordern“, erklärt Pia Theresia Franke, Geschäftsführerin des Verbandes. Außerdem würden Kinderrechte den Kindern dazu verhelfen, in Zukunft Verantwortung für ihr Leben und diese Gesellschaft zu übernehmen. Kindern Rechte einzuräumen bedeute, das Wohl des Kindes als Maßstab für die Ordnung des sozialen Lebens gelten zu lassen und eine Kultur der Menschlichkeit zu entwickeln.

„Kinderrechte im Alltag zu verwirklichen ist eine der vorrangigsten Ziele der katholischen Kindertageseinrichtungen, da die Kinderrechte mit den pädagogischen Zielen der pädagogischen Arbeit übereinstimmen“, erklärt Pia Theresia Franke. Daher sollten alle katholischen Kindertageseinrichtungen die Kinderrechte in die Konzeptionen und Leitbilder aufnehmen. Es sei ein Vorteil, sich hier auf Kinderrechte beziehen zu können. Jedem Kind käme nach christlichem Verständnis ein unbedingter Wert zu. Durch die personale Würde hat jedes Kind ein Recht auf ganzheitliche Entwicklung. „Kindertageseinrichtungen sind wichtige Orte für Bildungs- und Chancengerechtigkeit, eine wichtige Forderung der Kinderrechte“, betont Franke. Erzieher und Erzieherinnen würden sich in ihren Einrichtungen Tag für Tag dafür stark machen. Neben Mitbestimmung und dem Recht auf Beteiligung haben die Kinder ein Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt.

Am 20. November 1989 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen das „Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ einstimmig angenommen. Deutschland hat diese Konvention am 5. April 1992 unterzeichnet. „Das bedeutet eine Verpflichtung, dass das Wohl der Kinder in allen sie betreffenden politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen Vorrang hat“, so Franke.